2017 – ein Jahr voller Turbulenzen

Meine Lieben,

Heute möchte ich einfach meine ganz spontanen Gedanken zu diesem Jahr mit Euch teilen – ohne großen Umschreibungen, Schnickschnack oder sonstiges.

Für mich war das Jahr 2017 auf jeden Fall eine Achterbahnfahrt – über die Monate hinweg ging es ständig auf und ab! Sowas habe ich seit Jahren nicht erlebt und würde dieses Jahr deshalb in das mit turbulenteste einstufen. Ich lass es jetzt einfach mal Revue passieren…

Im Januar bin ich von LA erst nach Düsseldorf und dann weiter nach Berlin zur Fashionweek für einen Job geflogen. Ich weiß noch wie sehr ich mich auf die ganzen bekannten Gesichter aus Deutschland gefreut habe, welche ich länger nicht gesehen habe, da ich ja doch wieder drei Monate oder so in Kalifornien verbracht hatte. Danach war ich dann aber auch endlich wieder mit Josie, die mich überall hin begleitet hatte, in meiner Heimatstadt München angekommen. Zu der Zeit habe ich noch in der Mjunik-WG in Schwabing gewohnt… und unter anderem gefilmt wie ich mit einem riesigen Transporter meiner ehemaligen Freundin T. bei ihrem Umzug geholfen habe. Danke an den lieben Gott, dass ich keinen Unfall damit gebaut habe!

Anfang Februar bin ich dann nach Paris geflogen, um mit der Verlobten meines Bruders Brautkleider shoppen zu gehen und einfach die „Stadt der Liebe“ für ein Wochenende lang zu genießen. Da ich auch meinen Bruder leider nicht so oft sehe war mir der Besuch super wichtig! Neben Mjunik hatte ich zu dem Zeitpunkt richtig viele Kooperationen und hab mir dann auch mal ein Wellness-Wochenende im Bachmair Weissach am Tegernsee mit den Mädels gegönnt bevor es weiter auf meine erste London Fashionweek ging. Die Show bzw. Mode von Julien MacDonald hat mich so umgehauen, dass ich noch heute dem Instagram-Account folge. Nur habe ich auch da wieder mal gemerkt, dass ich mich ungern selbst in den Mittelpunkt von Presse, Fotografen und Kolleginnen dränge. Ich bin einfach kein Fan davon mich selbst so vor anderen Leuten zu präsentieren und einen auf mega wichtig zu machen, so nach dem Motto „Schaut mich alle an wie toll ich bin!“ Das kommt mir leider immer wieder bei anderen so vor und man bekommt schnell das Gefühl falsch am Platz zu sein, auch wenn man es vielleicht gar nicht ist. Dazu muss ich aber sagen, dass es mir zu dem Zeitpunkt nicht so gut ging, da ich mich gezwungen sah Freundschaften zu beenden und mit mehr Gerüchten und Hate denn je zu kämpfen hatte (warum weiß ich allerdings nicht mehr so genau). Es kam einfach zu viel auf einmal zusammen, was manchmal echt überwältigend ist… Das war natürlich besonders für Mjunik sehr demotivierend und ich hatte tagelang keine Lust zu filmen…

Umso mehr habe ich dem März entgegengefiebert, als es dann Gott sei Dank wieder nach Los Angeles – meine geliebte Wahlheimat – ging. Dort geht es mir nämlich dank der Sonne & Palmen immer gut und ich kam wieder dazu Energie und vor allem emotionale Kraft zu tanken, die mir gefühlt ausgesaugt wurde. Leider hatte ich mich ein wenig zu früh gefreut. Schnell musste ich aus eigener Initiative erfahren, dass mich meine ehemalige Freundin T. hintergangen hat und meine ehemalig engste Freundin L. dieses Verhalten auch noch toleriert hat und nicht mehr für mich da war. Da mischen bestimmt noch einige andere Faktoren mit rein, aber Fazit des ganzen war mich: So und nicht weiter! Ich war sehr enttäuscht und verletzt und habe mich bewusst gegen diese Menschen entschieden, die meinen mit mir so umgehen zu müssen. Für mich waren das einfach keine loyalen Freundschaften! So schnell kann etwas zu Ende gehen… die Erfahrung habe ich mal wieder gemacht.

Ab April habe ich dann auch nicht mehr für Mjunik gedreht und war mehr als erleichtert damit! Um endgültig aus meinem emotionalen Tief rauszukommen (waren bis dato doch einige Dinge die ich einstecken musste), habe ich sofort mein Sack und Pack genommen, um einen Roadtrip Richtung Arizona zu starten. Einen ähnlichen Trip habe ich schon mal mit meiner Familie gemacht als ich so ca. 10 Jahre alt war, seither nie vergessen und schon seit meiner Einwanderung davon geträumt das mal mit meinem ML350 „Benzo“ zu machen. Dadurch habe ich auch ein einzigartiges und enges Verhältnis zur coolen Anni von Novalanalove entwickelt, die so spontan war und mich von LA bis Flagstaff begleitet hat, dann zurück nach LA geflogen ist und ich noch alleine weitergefahren bin. Das war ohne Witz die geilste Autofahrt meines Lebens, vor allem weil Anni und ich beide den exakt gleichen Musikgeschmack teilen! Ich hätte mir keine bessere Begleitung vorstellen können, danke nochmal Anni! Meine Videos vom gesamten Roadtrip findet Ihr übrigens auf meinem YouTube Channel LINA TV. Zurück vom Roadtrip, vollgetankt mit Energie und Selbstbewusstsein, konnte ich mich wieder den kommenden Herausforderungen stellen. Das war zum Beispiel L. wiederzusehen und gemeinsam mit ihr und einer anderen Freundin nach Coachella zu fahren. Ich hatte einfach die unendlichen Diskussionen und den Stress so satt, dass ich es während Coachella gar nicht mehr angesprochen habe und so neutral wie möglich war – das ist mir überraschenderweise gut gelungen. Wahnsinn, so kenne ich mich gar nicht! Ich reife also doch noch mit dem Alter… Yay! Erst zurück in LA bei einem Essen mit einer Freundin kam das Thema nochmal zur Sprache, aber es war zwecklos und mir wurde bewusst: „Das wird nichts mehr und ich kann und will auch nicht mehr.“ Ende April bin ich dann noch für eine Spanisch-Sprachreise nach Costa Rica eingeladen worden. Das war echt mega: meine erste Surfstunde ever und der erste neue Ort des Jahres! Ich nehme mir nämlich für jedes Jahr vor neue Orte auf der Welt zu bereisen. Für nächstes sind das übrigens Südafrika (bereits gebucht!!!) und Kanada – bei Euch so?!

Im Mai habe ich dann noch meinen Geburtstag mit ein paar LA Girls gefeiert, u.a. mit meiner neuen Freundin und später Mitbewohnerin, der Sophie. Mitte Mai bin ich dann zurück in MUC gelandet (meinem Lieblingsflughafen übrigens) und dann nur ein paar Tage später nach Nizza zum Cannes Filmfestival geflogen. Dort habe ich dank der Sophie richtig interessante Leute aus der Filmbranche kennengelernt. Ansonsten habe ich den Mai in München und Going am Wilden Kaiser in Tirol verbracht.

Der Juni war mit das Highlight des Jahres, da ich am 06.06. endlich auf das Konzert von meiner Lieblingsband COLDPLAY gegangen bin was bereits schon seit Jahren mein Wunsch war! Im Juni habe ich auch spontan entschieden mir meine erste eigene Wohnung in München zu suchen, hatte zu allererst eine Couch bestellt (haha, wer erinnert sich noch an die Story?!) und schwuppdiwupp wurde ich zwei Wochen später fündig und durfte Anfang Juli dann einziehen. Ich habe übrigens einen Marathon bei Immobilienscout24 oder wie die Seite heißt hingelegt, weil mich immer wieder einige fragen wie ich an diese Traumwohnung gekommen bin. Und dann hatte ich natürlich auch noch sehr viel Glück, dass ich von allen Eigentümern Zusagen bekommen habe und die EINE Wohnung wurde es dann schließlich. Mein jetziger Vermieter hat mich angerufen als ich gerade meinen Mietwagen frisch in Berlin zur Fashionweek geparkt hatte. „Gott sei Dank bin ich vor lauter Aufregung gegen nichts gefahren“ denke ich mir heute noch. Haha

Im JuliAugust und September habe ich mich ehrlicherweise etwas zurückgezogen und wollte erst einmal meine neue Wohnung auf Vordermann bringen. (Mein Bett kam leider erst im November, so viel dazu!) Ich hatte diese ganze Fake-Welt einfach so satt und wollte endlich meinen eigenen Platz finden, wo ich mich wohl fühle und echte Freundschaften führe. Und das habe ich auch gefunden worüber ich echt so glücklich und dankbar für bin! Altbekannte Gesichter kamen wieder in mein Leben, aber auch neue – besonders drei Menschen sind mir dieses Jahr sehr ans Herz gewachsen und ich bin mir sicher die Drei wissen wer gemeint ist. ;) So viele Menschen haben meinen Frühling und Sommer, Herbst und Winter lebenswert gemacht und mich zum Strahlen gebracht, ich danke Euch von Herzen! Mit meiner lieben Laura bin ich außerdem endlich mal nach Amsterdam. Mit meinen zwei Lieblingsmännern war ich im August in Italien – auch teils neue Orte – und danach war ich in Paris zur Hochzeit meines Bruders, wo auch meine Greencard-Sis Hannah dabei war. Im September hat sich dann hauptsächlich nur noch alles um das jährliche Pflichtprogramm als Münchnerin, die Wiesn/das Oktoberfest, gedreht. :D

Im Oktober haben wir dann die Wiesn ausklingen lassen und ich bin wieder rechtzeitig zum Herbst nach Los Angeles abgehauen, wo ich dann den verlängerten Sommer in Kleidchen und Bikini am Strand genießen durfte. Hach war das schön!!! Außerdem habe ich das Storage von L. und mir (wo wir noch alles aus unserer alten LA-Wohnung drinnen hatten plus tausende Klamotten) komplett ausgeräumt und aufgelöst. Zudem habe ich die Zeit genutzt an meinem angefangenen Buch weiter zu schreiben und meine erste eigene T-Shirt Kollektion mit Einstein&Newton zu shooten bevor sie am 16. November released wurde. Nach einem kurzen Männer-Down bin ich zusätzlich dann noch nach Kauai in Hawaii geflogen. Das war neben dem Roadtrip durch Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien mit Abstand der beste Trip des Jahres und gleichzeitig hatte ich einen weiteren neuen Ort der Welt bereist!

Zurück in München habe ich den Dezember über so viel Zeit wie möglich mit meinen Lieblingen verbracht und das mache ich auch jetzt… Ab gehts in die Dusche und fertig machen für den Rutsch ins neue Jahr 2018!

Euch auch alles alles Liebe und viel Spaß!

 


Going, Tirol, Austria

5 Kommentare zu “2017 – ein Jahr voller Turbulenzen

  1. Sehr interessant was du schreibst, viel gereist bist du in diesem Jahr! Darf ich mal fragen, wo du dich dann siehst? Weil ich habe das gefühl mit dem Leben als Modebloggerin kannst du dich nicht anfreunden?!

    Lg Nicole

    • Hallo meine Liebe!
      Stimmt, und ich wünsche mir fürs neue Jahr, dass es mindestens genauso viel wird und ich dennoch viel Zeit zu Hause mit meinen Freunden und der Familie verbringe – die Mischung machts! :)
      Doch, aber man weiß nie wohin es einen führt… Ich schreibe wie gesagt an einem Buch gerade und würde gerne wieder mehr im Schauspielbereich machen. Ansonsten werde ich immer gerne mein Leben mit Euch teilen! Den Job an sich finde ich ja super, ich kann nur nicht immer alles gutheißen was in der Szene so passiert und habe auch eine kritische Meinung. ;)
      Alles Liebe und Gute für Dich fürs Jahr 2018

      • Das stimmt, man muss seine Balance finden zwischen dem was sein muss und dem was einem Spaß macht. Du wirst deinen Weg auf jeden Fall finden, da bin ich mir sicher… ich muss sagen, am Anfang fand ich auch ganz viele Blogger Instagrammer oder wie auch immer man es nennen mag, aber mittlerweile ich es auch für mich als Zuschauer vieles gleich und so ein überflutender Einheitsbrei geworden, dass ich vielen entfolgt bin, weil ich mich damit überhaupt nicht identifizieren kann. Bleib so wie du bsit und auch immer kritisch dabei und mach das was dich glücklich macht, ich denke damit fährt man immer am besten. Auch für dich alles Liebe und Gute für das neue Jahr!!

  2. LA und München sind natürlich auch tolle Orte da zu leben – aber auch spannende Reisen hast du hinter dir:)
    Hoffentlich kommen 2018 noch weitere interessante Reisen:)
    Sehr schade, finde ich, dass die Freundschaft zu L. nicht mehr besteht.
    Kann ich verstehen, dass man so sehr enttäuscht und verletzt ist das man eine Freundschaft beendet, aber ich finde ihr hattet was Besonderes, zumindest wie man euch bei Mjunik erlebt hat!
    Ich habe mir zum Jahresende auch lange Gedanken über Freundschaften gemacht, die ein oder andere beendet man weil es einem einfach nicht mehr gut tut, aber dann gibt es Personen die sind es einfach Wert, einmal etwas zu verzeihen bevor man sie verliert und das Leben ist eh viel zu kurz:) Ich hoffe, dass man euch beide noch einmal gemeinsam sieht:)

  3. Toller Post! Deinen Roadtrip habe ich so gerne verfolgt..da hast du so glücklich gewirkt :)
    Ich möchte das Thema eigentlich nicht mehr anschneiden aber ..sei froh aus dieser Gruppe raus zu sein meine liebe. Du wirst zB L zwar nicht mehr folgen denke ich aber was dort so passiert ist einfach lächerlich… Da bist du wirklich zu “ gut“ für…

    liebe Grüsse

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